Child Themes in WordPress 3

Das derzeitige “Default”-Theme von WordPress 3 ist Twentyten und heißt so, weil in Zukunft jährlich ein neues Default-Theme herauskommen wird. Für neue WordPress-Installationen kann ich nur empfehlen, das Theme Twentyten zu verwenden, da es alle neuen Funktionen von WordPress 3 bereits berücksichtigt – aber Vorsicht: Wenn Du dieses Theme direkt änderst, dann gehen Deine Änderungen verloren, sobald Du das Theme updatest. Das gilt aber nicht nur für das neue Default-Theme, sondern auch für alle anderen Site-Designs, die eventuell in Hinkunft aktualisiert werden.

Child Theme ändern, Original belassen

Wir sollten uns daher angewöhnen, in Hinkunft die Möglichkeit von Child-Themes in jedem Fall zu nützen. Wie das funktioniert zeige ich Dir an einem Beispiel. Nehmen wir an, ich möchte für mein Projekt crimeZZZ.net ein Design gestalten, das vom Theme Twentyten abgeleitet ist:

Ich erstelle einen neuen Ordner im Verzeichnis /wp-content/themes und benenne diesen twentyten-crimezzz. Der Name des neuen Theme-Ordners ist eigentlich beliebig, der Logik halber benenne ich ihn aber nach der Regel Originaltheme-Projektname. Darin erstelle ich eine neue Datei style.css und kopiere an den Anfang der Datei folgenden Kommentar:

/*
Theme Name:     twentyten-crimeZZZ
Author:         eliZZZa
Author URI:     http: //eliZZZa.net/
Template:       twentyten
Version:        0.1
*/

Nun kannst Du in der Administration unter =>Design=>Themes dieses Theme wählen.

Was bedeuten die Angaben im Kommentar?

Theme Name: Hier benennst Du Dein neues Theme wie Du willst. Ich nehme immer den Originalnamen und einen Namen für das Projekt bzw. den Kunden für welchen ich dieses neue Design verwende.

Author und Author URI: Autor des neuen Themes und allenfalls Webadresse, beide Angaben sind optional.

Template: Das ist wichtig – der genaue Name des Ordners des Eltern-Themes, denn dieser referenziert auf das Original-Theme.

Benötigte Dateien im Child Theme

Wenn ich nun z.B. ausschließlich Änderungen im CSS vornehmen möchte, genügt die Datei style.css, in der ich nur jene Anweisungen notiere, die sich vom Original unterscheiden sollen. D.h. WordPress liest zuerst die Anweisungen im Original-Stylesheet und dann jene des neuen Stylesheets im Child-Ordner.

Möchte ich z.B. eine Änderung im Header vornehmen, kopiere ich die Datei header.php aus dem Original-Ordner in den Child-Ordner und ändere diese Datei entsprechend meinen Vorstellungen.

Möchte ich mein Theme um eine PHP-Funktion erweitern, so schreibe ich diese in eine neue functions.php in meinem Child-Ordner. Es stehen in diesem Fall sowohl die Funktionen der Original-Datei functions.php zur Verfügung als auch jene in der neuen functions.php im Child-Ordner.

Das heißt also, das Child-Theme muss mindestens eine Datei style.css haben und kann darüber hinaus bei Bedarf Kopien einzelner oder aller Dateien des Original-Themes beinhalten, welche geändert werden.

Der Vorteil

In Hinkunft wird es nicht nur bei Plugin sondern auch oft bei Themes Aktualisierungen geben. Damit eine Aktualisierung Deine Änderungen nicht überschreibt, arbeitest Du mit Child-Themes. Deine Änderungen bleiben erhalten, das Original-Theme wird aktualisiert.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    ich suche verzweifelt ein Video zum Thema Perlen mitsricken oder zum Aufhäckeln. Könntest du mir da einen Tipp geben?
    Ich wünsche dir ein tolles Wochenende,
    herzlichst
    Ingrid