Google Analytics – böser Verdacht
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich nun lächerlich mache (naja die Gefahr ist bei jemandem, die mit einer Strick- und Häkelsite zigtausend BesucherInnen anzieht, relativ gering), muss ich nun meinen bösen Verdacht zur nicht enden wollenden Diskussion bezüglich Hinweispflicht zur Verwendung von Google Analytics loswerden.
Kurzer Hintergrund:
Seit geraumer Zeit wird heftig darüber diskutiert, ob a) die Verwendung von Google Analytics gegen Datenschutzrichtlinien verstösst und b) wenn nicht, ob auf die Verwendung von GA explizit hinzuweisen ist oder ob wir Websitebetreiber gar vielleicht c) die ausdrückliche Einwilligung unserer BesucherInnen über die Sammlung ihrer IP-Adressen einholen müssen.
Jede(r) möge sich zur laufenden und sehr hitzigen Diskussion seine eigene Meinung bilden, aber mich traf heute Nacht ganz plötzlich ein ziemlich böser Verdacht, als ich immer wieder über Empfehlungen stolperte, dass es doch schließlich auch andere Analysetools gäbe und man doch schließlich solche auch selbst installieren könne…
Hoppla, dachte ich mir plötzlich und kam mir gleich wie ein Schelm vor.
Kann es sein, dass da einige ganz große Medien das große Flattern befällt, wenn sie befürchten müssen, ihren Werbekunden plötzlich “echte” Zahlen präsentieren zu müssen? Wo sie doch mit “Providertools” und selbst installierten Analysewerkzeugen mit ca. 5 Mal so vielen (!) Pageviews angeben können?
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich GA das erste Mal installierte und plötzlich im Vergleich zu den Zahlen, die mein Provider lieferte, nur mehr 1/3 der “gewohnten” BesucherInnen und nur mehr 1/5 der “gewohnten” Pageviews hatte. Wochenlang habe ich auf GA-Foren diskutiert, welchen Schwachsinn sie denn eigentlich messen würden und war völlig aus dem Häuschen. Meine zauberhaften Zahlen waren plötzlich nicht mehr gültig…
Mittlerweile habe ich mich an die Google-Zahlen gewöhnt und so gesehen kratzt es mich gar nicht mehr, wenn der Webalizer meint, ich hätte auf nadelspiel.com 160.000 BesucherInnen und 5 Mio Pageviews pro Monat, ich arbeite lieber mit Google Analytics Zahlen, denn die kann ich auch vergleichen und meine Kunden können diese nicht zu ihren Gunsten verfälschen (nicht, dass ihnen das je in den Sinn käme).
Stell Dir mal vor, alle Medien müssten plötzlich ihren Werbekunden gegenüber ihre unglaublichen (unglaubwürdigen?) Pageview-Zahlen auf ein Fünftel nach unten revidieren… Da würden doch die Zugriffszahlenlügen der vergangenen Jahre wie Kartenhäuser zusammenbrechen – und der Online-Werbemarkt gehörig ins Wanken geraten…
Was meint Ihr dazu?
2 Comments
ronin676 on April 29th, 2010
So verbrecherisch Google sonst auch unterwegs ist
ich denke eher das sie sich ins eigene Fleisch schneiden wenn sie zu geringe pageview zahlen
angeben würden.
ich tippe eher auf eine kampagne eines Konkurrenten
bzw df verdient natürlich auch am traffic…

Nachdem ich früher in einer Werbeagentur gearbeitet hab, klingt für mich Dein Verdacht durchaus realistisch.